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Melike Kara

Whispers

Die Ausstellung ist Teil der 9. Triennale der Photographie Hamburg 2026, die elf Ausstellungen in acht Institutionen der Stadt präsentiert.

Das Triennale Ticket, gültig für den Besuch aller teilnehmenden Ausstellungen im Zeitraum 4.–14.6., ist zum Preis von 35€ (25 € ermäßigt) an den Kassen der einzelnen Institutionen erhältlich.

Begleitend ist eine Publikation bei adocs erschienen, die für 5€ im Kunsthaus Hamburg oder als Teil der Sammelpublikation zur Triennale im Buchhandel zu erwerben ist.

Melike Karas Einzelausstellung Whispers versteht Fotografie nicht als statisches Bild, sondern als zirkulierendes, sich veränderndes Medium der Erinnerung, Identität und Transformation. Für das Kunsthaus Hamburg entwickelt die Künstlerin eine raumgreifende Installation, für die sie erstmals Fotografien aus ihrem eigenen Archiv verbrennt und als Asche in den Raum überführt. Was bleibt, sind Spuren – Fragmente von Bildern, die sich ihrer Fixierung entziehen. Ausgehend von Melike Karas langjährigen Auseinandersetzung mit ihrem kurdischen Erbe richtet die Ausstellung den Blick auf Zugehörigkeit und Wandel. Die Besucher*innen betreten einen fragilen Garten: Ein Fries aus Kaffeesatz durchzieht den Raum wie eine sedimentierte Spur der Vergangenheit. In manchen Bereichen wachsen Pflanzen, Kaffee tritt aus den Wänden aus und sammelt sich in Becken. So entsteht ein sinnlicher Raum, der einlädt, Identität als etwas zu denken, das sich immer wieder verändert.

Im Kontext der Triennale der Photographie betrachtet, verdichten sich in der Ausstellung zentrale Motive des diesjährigen Festivalthemas: Alliance als bewegliche, sich stets neu formierende Beziehung zwischen Bildern, Körpern und Geschichten, Infinity als nicht abschließbarer Prozess der Erinnerung und des Wandels und Love als zarte Form von Nähe und Zugehörigkeit, die Zuwendung und Offenheit bedarf.

Kuratiert von Anna Nowak

Melike Kara (*1985, Bensberg, DE) ist eine medienübergreifend arbeitende Künstlerin mit einem Schwerpunkt auf Malerei. In ihrer Praxis untersucht sie Fragen von Wahrnehmung, Materialität und Transformation im Spannungsfeld von Bild und Raum. Neben der Malerei arbeitet Kara mit fotografischen Fragmenten, organischen Materialien und installativen Setzungen, die in vielschichtigen räumlichen Konstellationen zusammengeführt werden. Sie studierte bei Rosmarie Trockel an der Kunstakademie Düsseldorf. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt, u. a. im Yuz Museum, Shanghai (2018); im Wiels Contemporary Art Centre, Brüssel (2020); Kunstverein Göttingen (2020); Kölnischer Kunstverein (2021); im Carnegie Museum of Art, Pittsburgh (2022); in der Kunst Halle Sankt Gallen (2023); Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen Düsseldorf, Düsseldorf (2023); Museum De Fundatie, Zwolle (2023); Philara Foundation, Düsseldorf (2023) sowie in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt (2024). Sie lebt und arbeitet in Köln.

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