
Atelieraufnahme, 2025, © Melike Kara; Foto: Şirin Şimşek
Das Sommerprojekt der Stadtkuratorin Hamburg steht 2026 im Zeichen des Feuers. FIRE. From the Cosmos to the Commons widmet sich mit einer von Joanna Warsza kuratierten Gruppenausstellung am Mahnmal St. Nikolai der Apokalypse und der Heilung. Präsentiert wird eine Reihe ortsspezifischer Arbeiten von Hamburger und internationalen Künstler*innen, die sich mit den politischen, ökologischen und spirituellen Dimensionen des Feuers in Zeiten akuter gesellschaftlicher Dringlichkeit auseinandersetzen.
Zwei Satellitprojeke erweitern das Programm: Mit der Ausstellung Keiner rannte thematisiert Andrey Klassen Illusion und kollektive Verdrängung im Angesicht des Klimawandels. Die Präsentation ist ein von Anna Nowak kuratierter Beitrag des Kunsthaus Hamburg und findet in unmittelbarer Nähe zum Mahnmal St. Nikolai in einem neuen Projektraum in der Admiralitätstraße 75 statt, den das Kunsthaus temporär bespielt. Als zweiter Satellit kehrt die von Joanna Warsza kuratierte Installation Sunflower Fields der Künstlerin Agnes Denes zurück in die urbane Landschaft Hamburgs. Am Hammaburg-Platz wird das Sonnenblumenfeld, das bereits letztes Jahr im Stadtpark zu sehen war, als Zeichen der Regeneration neu gepflanzt.
Zeitlich parallel zeigt das Kunsthaus Hamburg im Rahmen der 9. Triennale der Photographie Hamburg 2026 in den eigenen Räumen am Klosterwall 15 eine Einzelausstellung von Melike Kara. Für die Installation verbrannte die Künstlerin erstmals Teile ihres fotografischen Archivs und integriert die Überreste in eine raumgreifende Installation.
In gemeinsamen Rundgängen werden FIRE. From the Cosmos to the Commons, die Ausstellung von Andrey Klassen, die Installation von Agnes Denes und die Ausstellung von Melike Kara miteinander in Bezug gesetzt.