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Hiwa K

Cooking with Mama

Film zu den Performances

2024

Im Rahmen des Ausstellungsprojekts Politics of Love

Hiwa Ks Kunst ist dezidiert darauf ausgerichtet, eine breite gesellschaftliche Resonanz und damit reale Veränderung zu erzeugen. In seiner Performance-Serie Cooking with Mama lädt der Künstler Menschen mit Migrationsgeschichte an verschiedenen Orten ein, gute Freund*innen und Verwandte anzurufen, deren Lieblingsgerichte vor einem Publikum zu kochen und anschließend gemeinsam zu essen. Zu diesem Zweck hat er ein Imbiss-Fahrrad entwickelt, das an Straßenstände im Irak und in Syrien angelehnt ist. Durch geteilte kulinarische Erfahrungen entstehen Begegnungen, die zum Dialog anregen und durch das Weitertragen der Rezepte über den Performancezeitraum selbst hinausreichen.

Im Rahmen des Ausstellungsprojekts Politics of Love reiste Hiwa Ks mobile Küche an drei öffentliche Kulturorte in verschiedenen Stadtteilen Hamburgs und wurde dort gemeinsam mit den lokalen Communities aktiviert, sodass die Ausstellung sich in den Stadtraum erweitert hat.

Die erste der drei Performances fand im Projektraum HyCP – Hyper Cultural Passengers auf der Veddel (Sieldeich 36, 20539 Hamburg) statt, wo Alima Ouedraogo vom Verein Boudyelee, der sich für Kinder und Jugendliche in Burkina Faso einsetzt, mit Unterstützung von HyCP-Mitglied Michael Kress Tigaidigaina – Huhn und Gemüse in Erdnussbuttersauce mit Reis – sowie eine vegetarische Version des Gerichts kochte.

Die zweite der drei Performances fand vor der Galerie Gemüse am Hein-Köllisch-Platz statt. Hier wurde das Imbiss-Fahrrad von der Stadtkuratorin Joanna Warsza gemeinsam mit der Künstlerischen Leiterin des Kunsthauses Anna Nowak bespielt. Angeleitet von der Künstlerin Alevtina Kakhidze, die via Video aus der Ukraine zugeschaltet wurde, kochten sie Borschtsch und sprachen dabei über die Historie und politischen Implikationen dieses traditionellen, in vielen Teilen Osteuropas verbreiteten Gerichts.

Die letzte der drei Performances fand in der Nachbarschaft des Kunsthauses statt: Auf dem Vorplatz der Deichtorhallen Hamburg wurde البليلةالمسبعة (Al Musaba’a) für das Publikum gekocht. Den Bohneneintopf bereiteten die Künstlerinnen Amna Elhassan und Lulu MacDonald zu, über Videoanruf angeleitet von Amna Elhassans Mutter. Während des Kochprozesses berichteten sie über die Praxis des Food-Sharings als gemeinschaftsfördernde und wehrhafte Praxis im Sudan sowie die kulturellen und persönlichen Geschichten des Gerichts, das in anderer Form auch in Jersey, dem Geburtsort Lulu MacDonalds, populär ist. Die Werke beider Künstlerinnen waren in Politics of Love zu sehen.

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