Krankheit als Metapher
Das Irre im Garten der Arten
Das Irre im Garten der Arten
Ein Ausstellungsprojekt an verschiedenen Orten Hamburgs
Zu Gast im Kunsthaus Hamburg
Kuratorin des Gesamtprojekts: Britta Peters
Assistenz: Nele Wulff und Elena Malzew
Teilnehmende Künstler*innen:
Ulf Aminde, Boran Burchardt, Loretta Fahrenholz, FORT, Dora García, Galerie BRD, Stefan Marx, Michaela Melián, Anna Molska & Wojtek Bakowski, Julia Schmidt, Javier Téllez
Das internationale Kunstprojekt »Krankheit als Metapher. Das Irre im Garten der Arten« widmet sich in unterschiedlichen Formaten – Symposium, Filmreihe, Ausstellungen, Performances und Arbeiten im öffentlichen Raum – Fragen zu Normativität und Abweichung. Im Wissen, dass vor allem im psychischen Bereich die Grenze zwischen »gesund« und »krank« immer schon verhandelbar war, fragt es, kontrapunktisch zum aktuellen Gesundheits- und Selbstoptimierungswahn, wie Krankheitsbilder das eigene Selbstverständnis prägen und unsere Vorstellungen von anderen bestimmen.
Aktualität erlangt das Thema auch vor dem Hintergrund eines mittlerweile in allen Bereichen verinnerlichten Wertewandels zugunsten der Autonomie des Subjekts als höchstes Gut. Der stetig wachsende Kommunikations- und Informationsdienstleistungssektor verlangt nach Vitalität, Flexibilität, Eigenverantwortlichkeit und Kreativität. In der Regel kurzfristige Arbeitsverhältnisse vereinnahmen das Privatleben nicht nur zeitlich, sondern auch substantiell; soziale Beziehungen und Affekte werden ökonomisch verwertbar gemacht. In der Folge werden Schwierigkeiten mit diesen Bedingungen häufig als persönliche Probleme wahrgenommen. Ein Ziel des groß angelegten Projekts ist es, durch ein Verhandeln des Themas in der Öffentlichkeit den vermeintlich privaten Konflikten eine politische Dimension zu verleihen.
Das Projekt wird gefördert mit Mitteln aus dem Elbkulturfonds der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg und durch die Hamburgische Kulturstiftung.