All Tomorrow´s Past

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16S:WFotos: Hayo Heye

All Tomorrow´s Past

Marwa Arsanios, Carsten Benger, Sharon Hayes, Kerstin Kartscher, Oliver Laric, Vincent Meessen, Otolith Group, Yorgos Sapountzis, Eske Schlüters, Maya Schweizer

Ausstellung:
27. Januar bis 15. März 2015

Die internationale Gruppenausstellung markiert den Auftakt zum thematischen Schwerpunkt 2015, der unter dem Motto „Die Zukunft war früher auch besser“ in Form vielfältiger Projekte unterschiedliche Formen von Erinnerungskultur thematisiert.

Die Ausstellung „All Tomorrow’s Past“ fragt nach der Konstruktion zukünftiger „Geschichte“ aus aktueller und vergangener Perspektive. In unserer Gesellschaft des digitalen Zeitalters ist die alltägliche Aufmerksamkeit fast ausschließlich auf die Gegenwart gerichtet. Jede Information wird stetig mit Hilfe medialer Kanäle aktualisiert. Was soeben war, hat sich im nächsten Moment überholt, das „Update“ wird zum Paradigma der Zeit. Unter dieser gesellschaftlichen Prämisse thematisieren die vielfältigen künstlerischen Positionen, was von heute für morgen „übrig“ bleibt, bzw. wer wessen Geschichte wie und wo (ein)schreibt, aufzeichnet oder darstellt. Welche Bilder finden Verwendung und welche Perspektive Repräsentanz? Die Kunstwerke werden dabei aus politischer, sozialer und ästhetischer Perspektive nachzeichnen, welche Übersetzung Vergangenes nach morgen trägt. Wird eine vielfältige Lesart der Geschichte unter dem Paradigma der Aktualisierung möglich sein? Wer sind die Helden von gestern und wer begleitet uns in die Zukunft?
Kuratiert von Katja Schroeder

 

EN

In this digital age, our society focuses its attention almost entirely on the present. Every bit of information is refreshed with the help of media channels. What was a moment ago, is already
obsolete a moment later and the „update“ has become the paradigm of our time. Against the premise of this social background, the international group exhibition uses artistic approaches
to explore what will remain of today for tomorrow, who is writing, recording or depicting the history of who, and where. Which images are used and which perspectives are represented?
Based on a social and aesthetic angle, the works of art illustrate which form of translation is able to transport „yesterday“ into tomorrow.
Curated by Katja Schroeder