
Lange Nacht der Museen 2026
Samstag, 18. April 2026, 18 – 1 Uhr
Sonderprogramm zur Ausstellung Daniel Hopp: Fictional Healing
Transitorte, wie Bahnhöfe oder öffentliche Plätze, sind Räume, an denen gesellschaftliche Brüche besonders sichtbar werden – etwa am Leopoldplatz in Berlin oder rund um das Drob Inn, eine Kontakt- und Beratungsstelle mit Drogenkonsumräumen unweit des Hamburger Hauptbahnhofs. Suchterkrankungen, Obdachlosigkeit und akute Überlebensstrategien treffen hier auf urbane Mobilität, Konsum, Kunst und Kultur. Genau an diesem Kristallisationspunkt setzt Daniel Hopps Arbeit an.
Im Zentrum seiner ersten institutionellen Einzelausstellung steht die mehrteilige Filminstallation Fictional Healing. Darin hinterfragt der Künstler stigmatisierende Narrative über Abhängigkeit und entwirft Bilder von Fürsorge, die neue Handlungsspielräume öffnen. Die immersive Installation verbindet Humor und Ernst und schafft dabei einen Resonanzraum, in dem kollektive Imagination Selbstermächtigung ermöglicht. Ausgehend von eigenen Erfahrungen entwickelte Daniel Hopp in beziehungsorientierten Prozessen gemeinsam mit suchtbetroffenen Menschen dokumentarische und (doku-)fiktionale Filmszenen. Ihre persönlichen Geschichten, Träume und Fantasien wurden in Interviews verhandelt und mit Laiendarsteller*innen und professionellen Schauspieler*innen neu inszeniert. Ergänzend eröffnet eine Reihe von filmischen Porträts Einblicke in die Lebensrealitäten der Protagonist*innen.
Innerhalb einer monumentalen Raumarchitektur verdichten sich Filme und KI-generierte Bilder zu einer eindringlichen Erfahrung, getragen von einer Soundlandschaft, die sich über die gesamte Halle entfaltet. So macht die Ausstellung soziale Brennpunkte sichtbar und zeigt, wie Wirklichkeit, Dokumentation, kollektive Imagination und filmische Fiktion miteinander verschränkt werden – zu einem Werk, das Betroffenen eine Stimme gibt, das berührt, irritiert und Fragen nach Verantwortung, Repräsentation und Teilhabe aufwirft.
Neben mehreren Ausstellungsrundgängen findet im Kunsthaus Hamburg ein Workshop statt, in dem Besucher*innen dazu eingeladen sind, nach der Methode von Daniel Hopp zu Malen und zu Collagieren. Ab 22 Uhr legt mvonderaue im Foyer auf. Die Kunsthaus Bar ist den ganzen Abend über geöffnet.
18 – 1 Uhr
Kunsthaus Bar
18:30 – 18:45 Uhr
Kurzführung: Fiktion – Heilung
19 –22 Uhr
Offener Workshop: Imagine Images
20:30 – 20:45 Uhr
Kurzführung: Stimme – Sichtbarkeit
21:30 – 21:45 Uhr
Kurzführung auf Englisch: Stories – Healing
22 – 0 Uhr
DJ-Set von mvonderaue
Eintritt nur mit den Tickets für die Lange Nacht der Museen Hamburg 2026, erhältlich ab Mitte März im Kunsthaus Hamburg, allen weiteren teilnehmenden Museen und online.