from creatures to creators

Internationale Gruppenausstellung

Zwangsläufig setzen wir uns in Zeiten einer Pandemie mit Sterblichkeit auseinander. Das Menschenleben hat aber nicht erst durch die jetzige Situation eine völlig neue Bedeutung bekommen.

Durch den wissenschaftlichen Fortschritt ist der Tod kein göttliches Dekret mehr, sondern eher ein technisches Problem. Nach neuesten Erkenntnissen von Biogerontologen lässt sich das Scheitern der Maschine Mensch mit Hilfe der richtigen Werkzeuge aufschieben und sogar vollständig verhindern. So erforschen Biohacker Möglichkeiten in den menschlichen Organismus einzugreifen, um noch besser zu performen, den Körper zu optimieren oder die DNA zu manipulieren, während der Transhumanismus biologische Grenzen der Menschen durch den Einsatz von Technologie und Wissenschaft überwinden sucht.

Die Ausstellung from creatures to creators befasst sich mit dem Menschsein im Hinblick auf unsere zukünftige Existenz. Sie versammelt internationale Künstler*innen, die sich mit dem evolutionären Prozess auseinandersetzen und den Versuch wagen über das Endliche hinweg das Übermenschliche weiterzudenken. In Rauminstallationen, skulpturalen sowie Wand- und Videoarbeiten werfen sie Fragen zu technologischen Entwicklungen im Kapitalismus auf und diskutieren vielschichtig unsichtbare Linien molekularer (Bio-)Macht, Selbstoptimierungsprozesse und die Aussicht auf ewiges Leben.